Geographie

Die Türkei erstreckt sich in Ost - West - Richtung vom 26. - 45 Grad östlicher Lange (1.600 km) und nord - südlich vom 36. - 42 Grad nördlicher Breite (650 km). Die heutige Türkei umfaßt eine Fläche von 780.576 km². Die Türkei grenzt ans Mittelmeer, ans Ägäische und Schwarze Meer, an Griechenland, Bulgarien, Georgien, Armenien, Iran, Irak und Syrien. Etwa 3% der Landfläche der Türkei liegt in Europa. Südlich und östlich der Dardanellen, des Marmarameeres und des Bosporus erstreckt sich die Halbinsel, die wir als Kleinasien oder Anatolien kennen. 8.333 km ihrer Grenze sind Küstengebiete, an die sich fruchtbare Ebenen anschließen, die dann aber bald in das trockene Hochland übergehen, in dem 19 Gipfel eine Höhe von über 3.500 m erreichen; darunter der höchste Berg der Türkei, der Ararat. Das Land umfaßt drei Zonen eines gemäßigten Klimas: Mittelmeerklima im Süden, Schwarzmeerklima im Norden und Steppenklima im Anatolischen Hochland. Die Türkei ist allgemein ein gebirgiges Land, mehr als die Hälfte der Fläche liegt auf einer Höhe über 1000 m.

Die Türkei wird vom Schwarzen Meer im Norden, vom Mittelmeer im Süden und im Westen von der Ägäis umgeben. Zwischen den Randgebirgen im Norden (nordanatolische Gebirgsschwelle) und im Süden (Taurus) liegt das abgeschlossene inneranatolische Hochland, durch Becken unterschiedlicher Höhe stark gegliedert. Anatolien wird vom großen euroasiatischen Kettengebirgsgürtel geprägt, für den streckenweise Verschmälerung und Verbreiterung typisch sind.

Die Türkei ist im Osten kontrastreich aufgebaut. Schmale und lange, unterschiedlich orientierte Bergzüge, getrennt durch tiefe Täler und Hochflächen verschiedener Höhenlage, kennzeichnen Zusammensetzung, Richtung, Exposition und Höhenlage der Berge, bestimmen die Vielfältigkeit der Vegetation und den Reichtum der Flora.

Neben über 200 Seen gibt es in der Türkei vier große Seen: Vansee (3.738 km2), Tuzsee (Salzsee-1.642 km2), Beysehirsee (650 km2) und Egridir-See (486 km2). Von den bedeutenden Flüssen der Türkei waren einige schon in der Antike bekannt: Euphrat (Firat), Tigris (Dicle), Halys (Kizilirmak), Araxes (Aras), Sangarius (Sakarya), Sarus (Seyhan), Mäander (Büyük Menderes) und Pyramus (Ceyhan).

Ankara, die Hauptstadt der Türkei, liegt in Zentralanatolien. Die zehn wichtigsten Städte, geordnet nach ihrer Einwohnerzahl, sind: Istanbul, Ankara, Izmir, Adana, Bursa, Gaziantep, Konya, Eskisehir, Kayseri und Diyarbakir. Das Land ist in 81 Provinzen aufgeteilt, die jeweils von einem von der Zentralregierung ernannten Vali (Gouverneur) sowie von örtlich gewählten Kommunalbehörden verwaltet werden. Die Volkszählung von 2000 ergab eine Einwohnerzahl von 68 Millionen.

Mehr als 50% der Werktätigen sind im Agrarbereich beschäftigt. Die wichtigsten Produkte der Landwirtschaft sind Tabak (die Türkei liegt an sechster Stelle in der Welt­produktion), Getreide, Baumwolle, Olivenöl, Angoraziegenhaar, Wolle, Seide, Feigen, Rosinen, Nüsse, Obst, Opium, Mastix und Zuckerrüben.

Antimon, Borate, Kupfer und Chrom werden in beträchtlichen Mengen abgebaut und exportiert. Eine Anzahl von Industriezweigen hat in letzter Zeit für die Wirtschaft des Landes an Bedeutung gewonnen, so etwa die Nahrungsmittel-und Getränkeindustrie, die Herstellung von Textilien, Chemikalien, keramischen Erzeugnissen und von Motorfahrzeugen.