Orte

Ankara ist seit dem 14.10.1923 die Hauptstadt der türkischen Republik und liegt weder Am Meer, noch an einem bedeutenden Fluß. Was Ankara damals auszeichnete, war die Tatsache, daß es im Herzen Anatoliens lag. Von einer kleinen Provinzstadt hat es sich in etwa sechs Jahrzehnten zu einer Metropole mit 3,5 Millionen Einwohnern entwickelt.

AUGUSTUSTEMPEL

Der schlecht erhaltene Tempel stammt aus dem 2.Jh.v.Chr. und wurde dem phrygischen Mondgott Men geweiht. An den Innenwänden der Halle kann man das sog. “Testament des Augustus” in Stein gemeißelt sehen.

ATATÜRK MAUSOLEUM

Mit dem Bau des gewaltigen Mausoleums wurde 1944 begonnen, 1953 wurde er vollendet. Der Erbauer des Mausoleums ist der türkische Architekt Emin Onat. Dem Mausoleum gegenüber liegt der Sarkophag Ismet Inönüs (1884-1974), dem zweiten Staatspräsidenten der Türkei und dem engsten Kriegsgefährten Atatürks.

ZITADELLE

Stammt aus der Zeit des Kaisers Augustus (1.Jh.n.Chr.), sie wurde in späteren Jahrhunderten restauriert. An der Mauer sind noch antike Reste und Innenschriften erkennbar. In den engen Gassen ist die Moschee Alaaddins nicht zu übersehen.

ANATOLISCHE ZIVILISATIONEN MUSEUM

Das Museum birgt Schätze aus den Fundstätten Anatoliens. Die Sammlung in Ankara in Bezug auf historische und kunsthistorische Bedeutung. Dieses weltberühmte, reichhaltige Museum wurde in einem restaurierten Basargebäude, dem Mahmut Pasa Bedesten (Basar), aus dem 15.Jh. und in dem Kursunlu Han (Herberge) untergebracht.

ETHNOGRAFISCHE MUSEUM

Wurde 1925 im osmanischen Stil erbaut. 1938-1953 ruhte hier die sterbliche Hülle von Mustafa Kemal Atatürk. Als sein Mausoleum fertiggestellt war, fand am 10. November 1953, an seinem 15. Todestag, die feierliche Überführung statt. Das Museum enthält reichliche alttürkische Kunstgegenstände wie Volkstrachten, Textilien, Kupferarbeiten, Holzschnitzereien Kostüme und Stickereien.

DIE RÖMISCHEN BÄDER

Stammen aus dem 3. Jh.v.Chr. und geben uns ein gutes Bild, wie die Installationen der alten Bäder bei den Römern durchgeführt wurden.

DIE JULIANISSÄULE

Stammt aus dem 4.Jh.n. Chr. Im Volksmund wird sie “Belkis Minarett” oder “Säule der Königin Saba” genannt. Sie zeigt keinerlei Inschriften. Es wurden etwa 100 Wohnhäuser und 60 Kulturräume ausgegraben.

ULUS MEYDANI

Ist das Zentrum mit einem Reiterstandbild Atatürks, das 1926 zum Gedenken an den Sieg im Unabhängigkeitskrieg errichtet wurde.

KOCATEPE MOSCHEE

Dieses neue Bauwerk im osmanischen Stil ist die größte Moschee der Türkei und soll dem modernen Türkei ein islamisches Wahrzeichen geben.

HACI BAYRAM MOSCHEE

Sie wurde im 15.Jh. zu Ehren des Stadtheiligen von Ankara , Haci Bayram Veli, errichtet. Neben der Moschee liegt das Grabmal Haci Bayrams. Es ist für die Moslems ein Wallfahrtsort.

ARSLANHANE MOSCHEE

Wurde im Jahre 1290 erbaut. Sie heißt auch Ahi-Serafettin Moschee. Der Name geht auf einen im Hofe der Moschee aufgestellten Marmorlöwen zurück.

BOGAZKALE (HATTUSA)

Die Ruinenstätte wurde zuerst 1834 von den Reisenden Charles Texter wiederentdeckt. Die ersten Ausgrabungen wurden 1906-07 von Winckler und Pechstein durchgeführt, wobei ein königliches Palastarchiv mit etwa 2500 Keilschrifttafeln gefunden wurde. Nach den Funden soll Bogazköy schon im 3.Jtd.v.Chr. in der vorhethitischen Zeit von den Haitiern besiedelt gewesen sein. Aus dieser ältesten Besiedlung der Stadt sind aber keine Schriftdenkmäler bekannt.

GROSSER TEMPEL

Er ist das größte und besterhaltene Bauwerk hethitischer Zeit. Er war geweiht dem Wettergott Teeschub und stammt aus der Zeit Hattusili III. (13.Jh.v.Chr.)

BÜYÜK KALE

Sie war bis Ende der hethitischen Zeit die Hauptresidenz der Großkönige. Die Burg war von einer starken Mauer umgeben, an der sich mehrere rechteckige Türme befanden.

NISANTEPE/NISANTAS

Das Hügelchen hebt sich im Zentrum der Oberstadt. An seiner Ostwand befindet sich das Relief, das eine Gedankenschrift von König Supiluliuma II. beinhaltet.

LÖWENTOR

Es ist das Westliche der drei Stadttoren in der Oberstadt. Zwei Löwen, die den Feind schrecken sollten, flankieren das Tor. Es war ein mit einem Spitzbogen überwölbtes Doppeltor.

YERKAPI UND SPHINXTOR

Es handelt sich hier um einen 70 m. langen Tunnel, dem man unter dem aufgeschütteten Hügel mit Steinblöcken angelegt hat.

KÖNIGSTOR

Sein Name wird von einem Relief am Türpfosten abgeleitet. Das Originalrelief des Gottes in Kriegergestalt wird im Museum für anatolische Zivilisationen in Ankara aufbewahrt.

YAZILIKAYA

Ein Felsheiligtum, das aus der Zeit vom König Tudhalija IV. stammt. 13.Jhr.v.Chr.. Hethitische Götter wurden unter freiem Himmel in natürlichen Felskammern verehrt, denen später Tempelbauten angeschlossen waren.

FELSHEILIGTUM

Hier sind zwei reliefverzierte Felseinschnitte. Die größere davon nennt sich Hauptkammer, an deren steilen Felswänden Götterprozession mit 66 Figuren dargestellt werden. An der linken Wand sind die männlichen Gottheiten und rechts sind die weiblichen zu sehen. Auch die Nebenkammer ist mit Reliefs geschmückt. Auf der einen Seite der Felswand dieser Kammer ist eine Reihe von 12 Göttern mit ihren spitzen Mützen und Schwersten zu sehen.

ALACAHÖYÜK

Er wurde 1839 wiederentdeckt, und die Ausgrabungen, die zahlreiche Funde aus der Zeit vor der Einwanderung der Hethiter ans Licht brachten, wurden bis 1932 durchgeführt. Zur Zeit des hethitischen Großreiches (1600-1200 v.Chr.) blieb Alacahöyük wohl im Schatten dieses Reiches. Nach der Niederlage des Hethiterreiches durch die Nord- und Seevölker verlor auch Alacahöyük an Bedeutung. Die Stadt hatte mindestens zwei Tore: Das Westtor, von dem man nur die Grundmauer fand, hatte viel Ähnlichkeit mit dem Yerkapi aus Hattusa. Das Sphinxtor, im Süden war das Haupttor der Stadt. Das Tor wird von zwei, nach außen stark verwittert erscheinenden Sphinxtoren flankiert.