Wichtige Persönlichkeiten

ATATÜRK (1881-1938)

Der Gründer der heutigen Türkei. Die wichtigste Persönlichkeit der türkischen Geschichte.Er wurde 1881 in Selanik (Saloniki) geboren.

Als Atatürk 1923 die Türkische Republik gründete, warf er mit einem Mal die gesellschaftlich und geistig-kulturelle Struktur des Landes um, die durch Religion und zahlreiche Traditionen bestimmt war. Mit diesem Akt beendete er endgültig die osmanische Epoche und legte den Grundstein für eine moderne TÜRKEI.

Er war der Gründer der laizistischen Staatsform, daß heißt der Trennung von Religion und Staat.Heute wird ATATÜRK als Held der Nation gefeiert, der Kleinasien vor der Zerstückelung durch die alliierten Besatzungsmächte nach dem ersten Weltkrieg bewahrt hatte. So wird ihm mit Wandbildern, Büsten, Denkmälern in Stadt und Land Ehre erwiesen sowie nicht zuletzt durch die monumentale Ruhestätte auf dem Anittepe in Ankara.

Der große Staatsmann starb am 10. November 1938 in Istanbul.Mustafa Kemal Atatürk

Atatürks Reformen

Der erste Präsident der Türkei war Mustafa Kemal Atatürk. Sein erklärtes Ziel war: "Friede daheim, Friede in der Welt." Unter seiner Führung wurde das türkische Kernland des ehemaligen Osmanischen Reiches zu einer geographischen, sprachlichen und politischen Einheit zusammengefaßt, die unter den Spannungen der modernen Welt bestehen konnte. Möglich war das durch eine Vielzahl von Reformen. Viele seiner Reformen betreffen die Umwandlung der Türkei in einen weltlichen Nationalstaat, der 1928 proklamiert wurde.

Bereits 1924 war das Kalifat, die weltliche und geistliche Führungsposition im Islam, abgeschafft worden. Alle Schulen, religiöse sowie weltliche, wurden dem Erziehungsministerium unterstellt und der Derwischorden wurde verboten. Von 1932 an wurde der Koran in der Öffentlichkeit auf türkisch rezitiert. 1926 traten an Stelle der Seriat (Gesetz des Islam) türkische Gesetze, die auf dem Zivilrecht der Schweiz, dem italienischen Strafrecht und auf dem deutschen und italienischen Handelsrecht basieren. So wurde etwa nach dem neuen Recht die Eheschließung zu einem Zivilvertrag, und alle türkischen Staatsangehörigen unterlagen von da an dem gleichen Gesetz, und nicht mehr dem Millet-System des Osmanischen Reiches mit Sonderregelungen für ethnische und religiöse Minderheiten. Der internationale Gregorianische Kalender trat an die Stelle des islamischen Kalenders, der Sonntag wurde zum Ruhetag erklärt. 1928 wurde ein angepaßtes lateinisches Alphabet eingeführt und die Benutzung des Osmanhca, der alten, vom Arabischen hergeleiteten Schrift, in der Öffentlichkeit verboten.

1932 erfolgte die Gründung einer Gesellschaft für Türkische Sprache (Türk Dil Kurumu) mit dem Ziel, die türkische Sprache zu reinigen und zu vereinfachen und damit der Einheit des Volkes zu dienen. 1934 mußte sich jeder Türke einen Nachnamen zulegen. Bisherige Titel, die Berufsstand und Klassenzugehörigkeit bezeichneten, wurden abgeschafft; die Bekleidung wurde europäischem Standard angepaßt. Ein wichtiges Ereignis war der Tag, an dem Atatürk einen Çapka trug, einen Hut mit Krempe, dem Wahrzeichen der Ungläubigen aus der westlichen Welt, und erklärte, das Tragen des Fes sei von nun an verboten. 1934 wurde das metrische Maßsystem eingeführt; um die gleiche Zeit erhielten die Frauen volle Bürgerrechte. Die Wahlen von 1935 brachten 17 Frauen einen Sitz in der Nationalversammlung in Ankara. Der Schulbesuch bis Ende der fünften Klasse wurde zur Pflicht und der Besuch von öffentlichen Schulen einschließlich der Universitäten kostenlos. Im ganzen Land wurden "Volkshäuser" eröffnet, die der Weiterbildung dienten und gleichzeitig Nationalbewußtsein, Solidarität, Verständnis für einen weltlichen Staat und westliche Lebensformen fördern sollten.Der bemerkenswerte Wandel, den die Türkei seit 1923 durchgemacht hat, zeigt, wie wirksam diese Reformen waren.

AENEAS

Sohn der Göttin Aphrodite (Venus) mit dem Troianer Anchises. Durch Vergils "Aeneis" wird er zum Gründungsvater Roms, da er sich dem göttlichen Willen (fatum) unterwirft, eine Nachfolgestadt für Troia entstehen zu lassen.

ALEXANDER DER GROßE (356 - 323 v.Ch.)

Der makedonische König Alexander der Große ist Sohn von Philippos II und der OlImpias. Er ist einer der erfolgreichsten antiken Heerführer. Alexander wurde von Aristoteles erzogen und übernahm mit 20 Jahren nach der Ermordung seines Vaters im Jahre 336 die Herrschaft Makedoniens und von den Griechen als Leiter des Korinthischen Bundes anerkannt.. Der Makedonier führte einen Rache- und Eroberungsfeldzug gegen die Perser durch. Mit 5.000 Reitern und 30.000 Mann überquerte er Dardanellen und besiegte am Granikos die persischen Lokalfürsten. Über Sardes, Ephesos, Milet und dem heutigen Bodrum (Halikarnassos) überquerte er 334 v.Ch. die gesamte Südküste. In Gordion durchschlug Alexander mit dem Schwert den gordischen Knoten. Nur ein Jahr später wurden die Perser vernichtend in der Südtürkei geschlagen. Bis zu seinem Tod 323 am Euphrat hatte er ein Reich aufgebaut, welches vom Indus bis ins heutige Griechenland reichte. Das Weltreich, das er schuf, hatte enorme Bedeutung von Handel und Verkehr und für die Ausbreitung der griechischen Kultur (Hellenismus). Eine einheitliche Währung, Griechisch als Sprache und über 70 neue Städte sollten die hellenistische Kultur verbreiten.

ANAXIMANDER aus Milet (ca. 611 - 546 v.Ch.)

Der griechische Philosoph Anaximander (auch) Anaximendros stammt aus Milet. Er ist ein Vertreter der ionischen Naturphilosophie. Er, Nachfolger des Thales, ist wohl der erste philosophische Schriftsteller in Griechenland.

ANAXIMENES aus Milet (um 585 - 525 v.Ch.)

Der griechische Philosoph Anaximenes ist ein Vertreter der ionischen Philosophie. Der Urgrund aller Dinge ist nach Anaximenes von Milet die Luft, also ein bestimmtes, sinnlich gegebenes Element. Anaximenes erweist sich nun als würdiger Schüler des Anaximandros, wenn er fragt, wie denn aus dem Urgrund, dem Urelement, dem keine qualitative Veränderung zukommt, die qualitative Vielfalt der Dinge zu erklären sei.

APOLLONIOS VON PERGE

Geboren, 262 v.Ch. in Perge, Pamphylia, Antalya) gestorben, 190 v.Ch. in Alexandria, Ägypten Apollonios war ein bedeutender hellenistischer Geometer und Astronom. Er studierte als Schüler des Eukleides in Alexandreia am Museion und wirkte hauptsächlich in Pergamon.

CLAUDIUS GALENUS (Galenos, Galen) (129 n.Ch. Pergamon-200 in Rom)

Arzt, Philosoph in Pergamon war der letzte Gelehrte des Altertums, der biologie-und medizinhistorische Bedeutung erlangte. Er war kein Christ, aber er glaubte an einen einzigen Gott und daran, daß alle Erscheinungen der Natur einem Zweck unterworfen seien.

DARIUS der Große

Mit seiner Thronbesteigung begegnet er zahlreichen Aufständen im ganzen Reich. Nur auf die persischen Truppen gestützt, zerschlägt er alle Aufstände. Dabei behandelt er die unterworfenen Völker mit großer Milde. Darius gilt durch seine administrativen Maßnahmen zu Recht als der Schöpfer des persischen Weltreiches. Er reformiert das Verwaltungswesen, trennt zivile und militärische Ämter, schafft ein einheitliches Münzsystem, baut neue großzügige Straßen und Kanäle; darunter die berühmte Königsstraße, von Sardes (Türkei) nach Susa 2.400 km 515 v.Ch. überschreitet das iranische Heer unter Darius über den Dardanellen den Hellespont. Er überquert die Donau und betritt das Land der nomadischen Skyten. Als die Griechen den Aufstand der kleinasiatischen Küstenstädte unterstützen, entschließt sich Darius, sie anzugreifen (Milet, Sardes, Ephesos)

DIOGENES von Sinope (412 - 323 v.Ch.)

Der kynische Philosoph Diogenes von Sinope lebte in Korinth. Diogenes ist in die Geschichte vor allem als Verächter der Kultur eingegangen (Diogenes in der Tonne). Diogenes führte trotz vornehmer Herkunft ein Bettlerdasein (daher erhielt er den verächtlich machenden Beinamen Kyon (griech. "der Hund"). Er wirkte mehr durch seine Lebensweise als durch seine Lehren.

FATIH SULTAN MEHMET (1430-1481)

Als 7. Osmanische Herrscher wurde er am 1. April 1430 in Edirne geboren, Neben traditionell östlichen und islamischen Wissenschaften, lernte er Neugriechisch und Latein. Er interessierte sich für die positiven Wissenschaften der Zeit. In den Jahren 1448 und 1450, beteiligte er sich, auf Wunsch seines Vaters hin, an dem Albanienkrieg. Nach dem Tod Murat II. kam er nach Edirne, um den Thron zu besteigen. Am 29. Mai 1453 eroberte er Konstantinopolis (Istanbul). Mehmet II., der dadurch den Titel „Fatih“ erwarb, betrat mit einem großen Festzug Istanbul. Nach zahlreichen Feldzügen hat er das osmanische Reich in der Weltpolitik zu einem der wortführenden Imperien gemacht. Er erkrankte in seinem Lager bei der Hünkâr Çayiri in Gebze und starb am 3. Mai. 1481.

FRIEDRICH I. BARBAROSSA (1122-1190 n.Ch.)

Als etwa 30-Jjähriger an die Macht gekommen und auf seinem ersten Italienzug (1154/55) zum Kaiser gekrönt, geriet er sogleich in den Konflikt mit der Kurie, da er sich weigerte, die Krone als Lehen des Papstes zu akzeptieren. Krönung des ruhmvollen Lebens sollte 1189 der 3. Kreuzzug ins Heilige Land werden, doch brachte er vor dem Sieg des Kaisers Ende. Am 19. Juni 1190 ertrank er im Salef in Kleinasien. Der "Rotbart" oder "Barbarossa", wie Friedrich I. wegen seiner blonden Manneszier genannt wurde, wuchs nach dem Tode zur Legende

HEILIGER BASILIUS - Basilius Der Grosse (330-379)

Kirchenlehrer, hinreißender Prediger, kraftvoller Bischof und gelehrter Schriftsteller, wurde 330 in Caesaea Kappadokien aus einer angesehenen, sehr frommen, christlichen Familie geboren. Er studierte in Cesarea, Konstantinopel und Athen, wo er den Hl. Gregor von Nazians kennenlernte. Nach dem Tode des Eusebius’ wurde er Metropolit von Kappadokien. Acht Jahre konnte er seines Amtes walten. Am 1. Januar 379 erlag er schwerer Krankheit. Er war 49 Jahre alt.

JOHANNES CHRYSOSTOMUS

(Johanan hebr. „Jahwe ist gnädig”) geb. um 344/354 in Antiochien, Syrien, gest. 14. September 407 in Kumana, Pontus. Dieser bedeutende Kirchenlehrer und Patriarch ließ sich 372 taufen und lebte fortan als Mönch in der Einsiedelei. 398 wurde Johannes Patriarch von Konstantinopel. Seine Tätigkeit brachte ihn in Gegensatz zur Kaiserin Eudokia, weil er, der sich der Sorge für Arme und Kranke verpflichtet hatte, die höfische Prunksucht anprangerte.

HEILIGER NIKOLAUS

(griech. nike + laos, „Sieg” u. „Volksmenge”) Geb. 280-286 n.Ch. in Patara Lykien (Türkei) Euphemius, war ein sehr reicher, aber frommer und wohltätiger Mann. Zum Jüngling herangewachsen besuchte er häufig den Gottesdienst und er sann darüber nach, wie er sein Vermögen am besten zur Ehre Gottes verwenden könne. Wenig später war der Bischof von Myra verstorben. Die Versammlung beriet, wer der Nachfolger werden solle und dem Ältesten wurde durch eine Stimme mitgeteilt, er solle den wählen, der zu Tagesanbruch in die Kirche komme. Dieser war Nikolaus und so wählte man ihn etwa im Jahr 300 zum Bischof von Myra. So tat Nikolaus noch manches Wunder und gute Taten, ehe er um 310 in Gefangenschaft geriet und schwer gefoltert wurde, endlich aber doch freikam. 325 nahm er am Konzil von Nicäa teil, Urkunden mit seiner Unterschrift sind erhalten. Zwischen 345 und 351 starb Nikolaus. Sein Kult verbreitete sich über Italien nach Westeuropa, seit dem 10. Jahrhundert gilt Nikolaus im deutschen Brauchtum als Beschenker der Kinder.

HEINRICH SCHLIEMANN

1822 am 6. Januar wird Heinrich Schliemann in Neubukow (Mecklenburg-Schwerin) geboren. Schliemanns1870 illegale Probegrabungen auf Hisarlik.1871: die erste Grabungskampagne in Troja beginnt; Schliemann läßt den großen Nord-Süd-Graben ("Schliemann-Graben") anlegen, 1872 zweite Ausgrabungskampagne in Troja, 1873 dritte Ausgrabungskampagne in Troja; am 31. Mai entdeckt Schliemann den so genannten Schatz des Priamos und führt ihn illegal aus der Türkei aus. Schliemann läßt durch den Architekten Ernst Ziller sein Athener Wohnhaus "Iliou Melathron" erbauen und bezieht es. 26. Dezember.1890 stirbt Schliemann in Neapel , wo er sich gerade auf der Heimreise von Deutschland nach Griechenland befand.

HERODOT aus Halikarnassos etwa 485 - 425 v.Ch.

Er gilt als der „Vater der Geschichtsschreibung” und der Ethnographie. Geboren ist Herodot in Halikarnassos als Sohn einer wohlhabenden Familie, der Vater, Lyxes, war als semitischer Karer aus dem südwestlichen Kleinasien in griechischer Sicht Barbar, die Mutter war eine dorische Griechin. Weil die Familie Herodots in politische Intrigen verwickelt war, mußte Herodot nach Samos weichen, von dort aus er geschäftlichen und wissenschaftlichen Belangen in Ägypten, Kyrene, Palästina, Phönizien, Babylonien, hinauf in die nördliche Ägäis, ins Schwarze Meer bis ins Land der Skythen nachging.

HIPPODAMOS von Milet (geb. ca. 510 v.Ch.)

Er ist der berühmteste Städtebauer des Altertums, der den Piräus, die Hafenstadt Athens, und Thuroi in Unteritalien, die Nachfolgerin des zerstörten Sybaris plante. Hippodamos hat sich in einer Schrift, die verloren- gegangen ist, ausführlich zu Stadtplanung und Staatsform geäußert. Das Hippodamische System hat sich in der Antike als die ideale Form der Stadtplanung durchgesetzt, wie u.a. in Priene, Rhodos, Olynth oder Alexandria zu erkennen ist. Es wurde bewußt erneut bei der Anlage neuer Städte im modernen Griechenland, so in Sparta, Megalopolis oder Laurion, angewandt. Die Wirkung des hippodamischen Systems reicht gar bis in die Gegenwart, wie die Stadtplanung von Manhattan beweist.

HOMEROS

Homeros, lat. Homerus, dt. Homer, ist ein am Anfang der griechischen und damit der europäischen Literatur stehender Dichter, dessen Namen mit der ältesten literarischen Gattung der Griechen, dem Heldenepos, besonders mit Ilias und Odyssee, verbunden ist. Der Ort, der als seine Heimat bezeichnet wurde, schien den Ansprüchen von Smyrna im ionischen Kleinasien (Izmir/Türkei) am meisten gerechtfertigt zu sein. Als Lebenszeit Homers darf man etwa das 8. Jahrhundert v.Ch. annehmen. Homer galt im Altertum als der Dichter, er war der große Lehrmeister und Vorbild der gesamten Antike. Die homerische Frage (Frage nach dem Dichter der Homerischen Epen und deren Entstehungsart) gab es bereits im Altertum. Nach dem heutigen Stand der Forschung gilt Homer als der Dichter der Ilias. Er hat dafür, fußend auf epischen Traditionen und nach einheitlichem Plan, ältere Lieder mitverwendet. Die Ilias, nach der griech. Stadt Ilios (=Troja) genannt, schildert in 24 Büchern einen Ausschnitt von 49 Tagen aus dem Ende des 10 Jahre währenden Kampfes der Griechen um Troja.

JOHANNES

Dieser gilt als jünger Jesu und Verfasser des Johannes-Evangeliums sowie der Johannes-Apokalypse. Seine Geburt in Betsaida am See Genezareth wird ins erste Jahrhundert datiert. Seine Eltern waren Zebedäus und die Salome, sein Bruder ist Jakobus der Ältere, wie er, ein Mitglied des Zwölferkreises, dessen Kern sie mit Simon Petrus bildeten. Bevor sie zu Anhängern Jesu wurden, arbeiteten sie als Fischer. Bei der Kreuzigung Jesu soll dieser ihm die Sorge um dessen Mutter Maria anvertraut haben. Um 69 begab sich Johannes nach Ephesos und leitete von dort aus die Geschicke der von ihm gegründeten christlichen Gemeinden. Das mißfiel dem Kaiser Diokletian, der den bereits greisen Johannes 95 festnehmen ließ, um ihn zu Tode zu marten. Johannes überlebte aber die Folterungen, unter anderem wurde er in siedendem Öl gesotten. Dieses wunderte den Kaiser so sehr, daß er sich nicht weiter getraute, Johannes nach dem Leben zu trachten und verbannte ihn statt- dessen auf die Insel Patmos (kleinasiatische Ägäis). Dort in der Verbannung verfaßte er die Apokalypse und kehrte nach dem Tod seines Peinigers nach Ephesos zurück, wo er, bereits hochbetagt, sein Evangelium verfaßte. Dort verstarb er; über seinem Grab wurde die Johanneskirche errichtet.

KARL HUMANN

4. Januar 1839 Humann wird als Sohn eines Gastwirtes in Steele geboren. Ein Ferman damaligen osmanischen Sultans erlaubte dem "preußischen Staatangehörigen Humann" den Bau von Straßen und Brücken im Osmanischen Reich. Mit diesem Ferman reiste Humann durch das Land und entdeckte bei Pergamon die Reste des berühmten hellenistischen Tempelbauwerks. 1878 führte Humann die erste große Ausgrabung in Pergamon durch. Das Fundament des großen Altars wurde freigelegt; Karl Humann entdeckte diesen Altar in nahezu perfektem Zustand und brachte ihn Stein für Stein sorgfältig auf dem Schiffsweg nach Berlin. Humanns Grabungen (1861-1896) an der jonischen Küste, der heutigen Westtürkei am Nemrud-Dagi, Saktsche-Gözü, Sendjirli, in Ankara und Bogazköy. 1880 verleiht ihm die Universität Greifswald die Ehrendoktorwürde. Zehn Jahre später - 1890 - wird Carl Humann Ehrenbürger Steeles. Am 12. April 1896 stirbt Humann in Smyrna, dem heutigen Izmir.

KROISOS, CROESUS 560 - 546 v.Ch.

Letzter König von Lydien, bevor sein Reich von dem Perser Kyros 546 v.Ch. erobert wurde. Zuvor hatte er versucht, die griechischen Städte Kleinasiens zu unterwerfen (560 v.Ch. Ephesos) Nachdem Medien im Jahre 552 v. Ch. von den Persern erobert worden war, kam es zu Konflikten zwischen Lydien und Persien um 547/546 v.Ch., die im Jahre 546 v.Ch. mit der Niederlage Lydiens endeten. Krösus, im Kampf gegen Kyros oder Cyrus II. (560-529 v.Ch.) unterlegen, wurde zum Feuertod verurteilt, dann aber begnadigt und als Satrap (= Provinzstatthalter) der selbständigen Provinz Lydien eingesetzt. In den Satrapien wurden die einheimischen Religionen von den Persern geduldet.

KYROS DER GROSSE Perser König ( ? - 529 v.Ch.)

Der Perserkönig Kyros II., der Große, vom Stamm der Achämeniden besiegt die Meder unter ihrem König Astyages und begründet damit die Vormachtstellung der Perser im Vorderen Orient und vereint das Gebiet der Perser und das der Meder unter seiner Herrschaft. Mit seinen Siegen über die kleinasiatischen Griechenstädte, die Karier und Lykien und das lydische Reich, unter ihrem König Krösus im Jahre 539 v.Ch. und der Eroberung Babyloniens, von dort aus Syrien, Palästina, Mesopotamien und Phönikien gründete er das persische Großreich, daß die Fläche des heutigen Irans und eines Teils Zentralasiens umfaßte. Das Geheimnis seiner erfolgreichen Herrschaft war, daß er die unterworfenen Reiche in ihrer bisherigen Form weiter bestehen ließ. Er ließ ihnen ihre Sprache, ihre Kultur und ihre Religion, jedoch unter einem persischen Verwaltungssystem.

MAUSOLOS

Mausollos, oder Mausolos, war ein Sohn des karischen Fürsten Hekatomnos aus Mylasa (heute Milas), der vom Perserkönig zum Satrap, also Provinzverwalter, ernannt worden war. Mausolos bestieg den Thron 377 v.Ch. selbst, und verlegte den Regierungssitz nach Halikarnassos, heutiges Bodrum. Die Hafenstadt Halikarnassos bestand zwar schon, als Mausolos hierher zog, doch er befahl den systematischen Ausbau zu einer Metropole. Die Stadt wurde von einem starken Befestigungsring umschlossen und er ließ eine Agora sowie einen Tempel für den Kriegsgott Ares errichten.

PAULUS

Geboren um 10 v.Ch. in Tarsus, Türkei. Gestorben um 65 in Rom (lat. Paulus, „der Kleine”) Der junge Saulus, Sohn jüdischer Eltern, wurde zunächst wie sein Vater Zeltteppichweber. Er genoß eine gute Ausbildung und wurde zum hochgebildeten Mann. Energisch ging er gegen den neuen Christenglauben vor und beteiligte sich an der Steinigung des Stephanus bei Jerusalem. So erhielt er den Auftrag, eine Christenverfolgung in Damaskus durchzuführen. Rüstig brach er auf, doch auf dem Weg hatte er eine Erscheinung und wurde bekehrt. (Apostelgeschichte 9). Überwältigt von dieser Erscheinung wechselte er Namen und Aufgabe, wurde vom Saulus zum Paulus und wirkte von nun an als Apostel in Jesu Namen. Darin war er so erfolgreich, das man ihn den Völkerapostel nennt. Er unternahm drei große Missionsreisen, die überwiegend durch Kleinasien der heutigen Türkei führte. Der erste Korintherbrief des Neuen Testaments berichtet von Paulus als begabten Zungenredner (1. Korinther 14). In Korinth gründete er 50 die erste Christengemeinde auf griechischem Boden. Um 61 gelangte Paulus nach Rom. Dort soll er auch Petrus getroffen haben.

PRIAMOS

Sohn des Laomedon, Gatte der Hekabe und Vater von 50 Söhnen und 50 Töchtern. Unter seinen Söhnen: Hektor, Paris, Helenos; unter seinen Töchtern: Kassandra, Polyxene. Er ist der letzte König Troias. Hom.Il. 24 begibt er sich heimlich zu Achilleus in das griechische Schiffslager und erreicht, daß ihm Achilleus den Leichnam Hektors freigibt.

STRABON von Amasiea ( 64 v.Ch. - 27 n.Ch.)

Der aus vornehmer Familie stammende griechische Historiker und Geograph lehrte im kleinasiatischen Nysa (Karien) und Rom aristotelische und stoische Philosophie. Seine Studienreisen führten ihn nach Armenien, Syrien, Ägypten, ans Rote Meer und bis an die Grenze Äthiopiens. In den Jahren zwischen 27 v.Ch. und 7 n.Ch. schrieb er seine "Historischen Kommentare", die das Geschichtswerk des Polybios bis zum Ende des römischen Bürgerkriegs fortsetzten. Während hiervon nur wenige Fragmente erhalten geblieben sind, ist die "Geographika" beinahe vollständig überliefert.

SINAN

Eine der größten Namen in der türkischen Kultur ist der Architekt Sinan oder im türkischen auch liebevoll Mimar Sinan genannt. Sinan lebte im 16. Jahrhundert, über seine Geburtsstätte und sein Geburtsdatum liegen keine Daten vor. Bekannt ist jedoch, dass Sinan 1539 Architekt wurde. Diesen Titel trug er ein halbes Jahrhundert mit großem Erfolg. 1588 starb Mimar Sinan in Istanbul. Zu seinen größten Werke gehört die Prinzen Mosche in Istanbul - diese ist als ein Frühwerk des großen Meisters bekannt - die SüleImaniye Mosche in Istanbul gehört zu seinen Werken im mittlerem Lebensalter. Schließlich sein größtes Werk, welches er mit 80 Jahren baute, ist die Selimiye Moschee in Edirne. Außer seinen Fähigkeiten als Architekt, war Sinan auch ein begnadeter Bauingenieur. So löste er das im 16. Jahrhundert in Istanbul herrschende Wasserproblem mit Hilfe von Äquadukten, indem er aus den umliegenden Tälern das Wasser umleitete. Einer der bekanntesten Äquadukte der Welt, Maglova, trägt seine Handschrift. Weiterhin ist Sinan auch für seine hervorragende Arbeit im Bereich Restaurierung bekannt. So restaurierte Mimar Sinan die Hagia Sophia in Istanbul. Das, was den Architekten so unsterblich zu machen schien, war weder seine Arbeit als Bauing. noch als Restaurator. Sinan revolutionierte die Kuppel-Architektur. Der Kuppelbau war in allen Zivilisationen, vor allem auf Monumenten beliebt. Die Kuppelbau galt im Osmanischen Reich als eine Kunst. Sein Höchstpunkt erreichte der Architekt mit der Selimiye Mosche in Edirne. Bei jedem Objekt war der großer Meister auf der Suche nach etwas Neuem und versuchte immer das Vollkommene zu erreichen.

SÜLEYMAN DER PRÄCHTIGE

10. Osmanischer Sultan. Zu jener Zeit wurde der osmanische Staat das größte und mächtigste Reich der Welt. Er wurde am 27. April 1495 in Trabzon geboren und verstarb am 7. September 1566 in Sigeth. Er hat seine Kindheit in Trabzon verbracht; hier genoß er eine spezielle Ausbildung. Er wurde im Jahre 1509 zuerst in Sebinkarahisar, dann in Bolu und im gleichen Jahr in Kaffa als Gouverneur ernannt. Am 30. September 1520 bestieg er den Thron. SüleIman hat seit Beginn seiner Sultanat versucht, die Eroberungspolitik, die seit der Fatih Phase gültig war, weiterzuführen. Neben vielen Feldzügen und Eroberungen, zu den Bekanntesten gehören 1522 die Rhodos-Eroberung und 1529 die Wiener Belagerung. Sein wichtiges Ziel im deutschen Feldzug (1532) war Karl den V., dem Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, einzuschüchtern. SüleIman beschäftigte sich mit den Bebauungsproblemen in der Hauptstadt Istanbul. Er legteden Grundstein für den SüleImaniye Külliyesitein.. Im Sultanat vom I. SüleIman mit einer Regierungsdauer von fast einem halben Jahrhundert wiesen Wissenschaft, Kunst, Verwaltung und Militärdienst eine unvergleichliche Entwicklung auf.

THALES von Milet (ca. 640/39 - 546/45 v.Ch.)

Griechischer vorsokratischer Natur-und Protophilosoph, Geometer und Mathematiker, erster der sieben Weisen und Begründer der Philosophie. Er ist vor allem durch seine These "Alles ist Wasser" bekannt geworden und zählt zur ionischen Philosophie.

XERXES

Noch während seiner Vorbereitungen eines weiteren Feldzuges stirbt Darius. Sein Sohn Xerxes wird zum neuen König der Perser gekrönt. Er schlägt Aufstände in Ägypten nieder und trifft umfangreiche Vorbereitungen für seinen Europafeldzug. Er beauftragt die phönizischen Werften mit dem Bau der größten Flotte der damaligen Welt und läßt aus dem gesamten Reich Truppen antreten. Im Jahre 480 v.Ch. erreicht das persische Heer den Hellespont. Am Meer beauftragt der König die phönizischen und ägyptischen Ingenieure mit dem Bau von Brücken. Dieser baut eine stabile Schiffsbrücke, die selbst bis zum Rückzug intakt bleibt. Das Heer wird von einer großen Armada mit mehr als 1.200 Kriegsschiffen, bestehend aus griechischen, ägyptischen und phönizischen Einheiten, begleitet.. Xerxes erobert nach weiteren Kämpfen Athen; läßt als Strafe für die Verbrennung der Heiligtümer in Sardes die Tempel in Brand setzen und überführt zahlreiche griechische Statuen als Trophäen nach Persien.